Que Du Luu

 

"Die Diskrepanz zwischen dem eigenen Zugehörigkeitsgefühl und dem steten Verwiesenwerden in eine Fremde, ist nun aber ein Ort, der erst einmal überlebt werden will. Das verlangsamt in vielen Fällen den gesamten Lebensverlauf und ist mitunter einer der Gründe für Spätzündungen. Dass dabei dann von Zeit zu Zeit Literaturen entstehen, wie wir sie bei Luu finden, ist ein großes Glück."

Sudabeh Mohafez, Laudatio zum Hohenemser Literaturpreis

 

Que Du Luu, 1973 in Südvietnam (Saigon/Cholon) geboren, ist chinesischer Abstammung. Nach Ende des Vietnamkriegs flüchtete die Familie wie Millionen andere Boatpeople über das Meer. Es folgte ein fast einjähriger Aufenthalt in einem thailändischen Flüchtlingslager.

In Deutschland betrieben die Eltern später ein China-Restaurant. Luu wuchs in Herford auf und lebt in Bielefeld. Sie studierte Germanistik und Philosophie (M.A.). Davor und während dessen jobbte sie unter anderem in der Gastronomie, in der Pflege, Altenpflege, als Nachtwache in der Psychiatrie.

 

 

2007 Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis

2009 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

2009 ein Arbeitsstipendium der Robert-Bosch-Stiftung

2009 nominiert für den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis

2010 Förderpreis der Gesellschaft für westfälische Kulturarbeit (GWK)

2011 Die besten 7 Bücher für junge Leser im Monat Mai

2015 Hohenemser Literaturpreis

2016 Die besten 7 Bücher für junge Leser im Monat Juni

2016 Nachwuchspreis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

2016 ausgewählt für den White Ravens Katalog

2017 Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium

2017 Empfehlungsliste Evangelischer Buchpreis

2017 nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis

 

 

 

Foto: 2016 © Thomas Siekmann